Grundschule St. Lantbert in Freising

Kepserstraße 4, 85356 Freising
Telefon: (0 81 61) 54 280 - 00, E-Mail: gs-st.lantbert@schulen-freising.de

GS St. Lantbert Freising

Schulpartnerschaft

Unsere Schulpartnerschaft mit Tansania
Seit dem Schuljahr 2013/14 hat die Grundschule St. Lantbert eine kleine Partnerschule in der Kageraregion in Tansania (Ostafrika). Der Träger der Montessori-Preschool (vergleichbar mit Vorschule und 1. Klasse in Deutschland) ist die Bauernvereinigung APROFI.
APROFI ist dieAbkürzung für "Agricultural Produce Fellowship for Family Improvement", was so viel bedeutet wie "eine Gruppe, die im landwirtschaftlichenBereich zusammenarbeitet, um die familiäre Situation zu verbessern". Dazu gehört auch eine kleine Schule, die den Kindern von klein auf schon den Zugang zu Bildung ermöglichen will. Die Kinder der Grundschule St. Lantbert lernen Stück für Stück das Leben in Tansania kennen und "begegnen" auch immer wieder im Laufe des Schuljahres den Kindern aus Tansania.

Der Kontakt zum Projekt wird über den in Freising ansässigen Verein „Marafiki waAfrika – Freunde für Afrika“ gehalten, der schon seit über 20 Jahren mit APROFI zusammenarbeitet.
Nähere Infos: www.marafiki.de

 

Im August 2019 besuchte unsere Lehrerin Frau Albrecht unsere Partnerschule in Tansania. Sie hat einige Briefe, Bilder und Fotos von den SchülerInnen der GS St. Lantbert übergeben und sich angesehen, wie dort gearbeitet wird und wie die zuletzt geschickten Gelder verwendet wurden. Ein ganzer Tag konnte in der Schule mitgelebt, der Unterricht besucht und die Spiele beobachtet werden. Die Besucher wurden außerdem eingeladen die Schulspeisung (einen dünnen Maisbrei mit Zucker) zu genießen. Es ist sehr besonders, dass es in der Schule Pausenverpflegung gibt. Viele Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule und gehen dann am Nachmittag immer noch ohne Essen und Trinken nach Hause! Die Gebäude wurden nun mittlerweile noch einmal renoviert. Auch die Toiletten sind neu gemacht. Der Weg dorthin konnte jedoch noch nicht fertig gestellt werden. Daher tragen die Kinder viel Dreck ins Schulgebäude. Die Kinder ziehen allerdings auch die Schuhe vor dem Zimmer aus, sodass, wie bei uns auch, die Räume nicht zu sehr verschmutzt werden. Die Schulmaterialien konnten ergänzt werden und für die Pausenspiele gibt es nun auch 3 Bälle. Endlich konnten auch Stühle und Tische angeschafft werden, die das Schreiben lernen am Tisch möglich machen. Weitere Übungen finden immer noch am Boden statt – für die Montessoripädagogik durchaus üblich – jedoch sind die Matten sehr dünn und daher wird es schnell sehr kalt für die Kinder.
Jedes Kind braucht eine Schuluniform und ein Heft und einen Stift, um die Vorschule besuchen zu können. Außerdem tragen die Eltern zur Schulverpflegung bei und bringen ab und zu Bananen als Schulobst vorbei.Der Leiter des Trägerprojekts APROFI Paulo Mwemezi zeigte den Besuchern neben den Schulgebäuden auch die Küche der Schule, die dringend erneuert werden muss. Bisher ist sie nur ein Wellblechverschlag mit einfachen Kochsteinen. Da demnächst nicht mehr mit Holz gekocht werden darf, muss ein Kohleofen angeschafft werden. Eventuell wird die Küche dann auch gemauert.
Zu APROFI gehört neben der Vorschule auch ein „food security programme“: es wird Mais eingelagert – pestizidfrei – und dann bei steigenden Marktpreisen gewinnbringend verkauft. Auch diese Gebäude konnten besichtigt werden. Am meisten beeindruckt war Frau Albrecht aber von den Schulkindern. Sie arbeiteten sehr konzentriert und fleißig und machten im Anschluss dann begeistert bei den Gesängen und Tänzen mit. Einige konnten schon sehr gut trommeln und auch tanzen. Ein paar Lieder kamen ihr bekannt vor: „Aramsamsam“ und „Head and shoulders, knees and toes“!